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Do you speak Business ... IT-Man ?
Oder: wie sag ich's meinem Kunden
IT Governance ist auch die Kunst, die Methoden der IT mit der Welt des Business zusammenzubringen. Noch immer bestehen zwischen den technologisch dominierten IT Welten (wieso heisst es wohl "Technology ??) und den Managern der Geschäftsprozesse einige Verständnisschwierigkeiten. Manchmal hat man den Eindruck, das selbst ein Babelfish hier keine Wirkung entfalten könnte .
Der Faktor Kommunikation, obwohl dauernd als Ausrede für irgendwelche Fehlleistungen bemüht, spielt beim Thema IT Governance eine tragende, wenn nicht tragische Rolle. Man stelle sich den Verwaltungsrat vor, der von seinen Aktionären (und der Presse) jahrelang sanft darauf hingewiesen wurde, dass Internet grundsätzlich böse, gemeingefährlich und erotisch sei. Von einem Tag auf den nächsten wird ihm aber von denselben Leuten klargemacht, dass er gefälligst sofort E-Commerce einzuführen habe, man habe schliesslich schon genug Wettbewerbsvorteile verspielt. Wie verhält sich nun der Risk Manager oder (IT) Revisor ? Betrachtet man die Ausgangslage, kann er sich entweder opportunistisch oder fachlich distanziert verhalten. Beides wird wohl nicht unbedingt mit Wohlwollen aufgenommen werden. Für den Sicherheitsexperten bedeutet dies, dass er möglichst früh erfährt, woher der Wind bläst. Die Glaubwürdigkeit des Beraters hört dort auf, wo er die Geschäftswelt nicht mehr versteht. Sobald der Bezug zwischen Anforderungen an die Sicherheit oder Revisionsfähigkeit und der Geschäftswelt verloren geht, ist die Schlacht schon verloren. Für den Sicherheitsexperten heisst dies, dass er möglichst vor den Managern weiss, in welche Richtung sich das Business bewegt. Was will ich als Unternehmer den beherrschen, die IT - oder meinen Markt? Wenn ich die IT beherrsche, aber meinen Markt verliere, nützen mir wohl auch die sichersten Systeme kaum etwas. IT Governance bedeute in diesem Sinn auch, dass man versuchen muss, neue Geschäftsziele über den Weg der Technologie einzubringen. Man beherrscht damit das Business durch den Einsatz von neuen Verfahren, die einen klaren Wettbewerbsvorteil bringen. Dieser Aspekt wurde gemäss Marketingbroschüren in die gängigen Richtlinienkataloge wie z.B. Cobit eingearbeitet, oftmals hat man dann aber den Eindruck, dass diese Vorsätze in den Checklisten auf der Strecke geblieben sind. Manchmal zurecht, wenn es um sehr technische Aspekte geht, manchmal fahrlässig. Die aktuellen Kataloge können nur Stückwerk sein, denn sie müssen sowohl für eine Bank als auch für einen Industriebetrieb Gültigkeit haben.
Was heisst dies nun für die tägliche Arbeit? Hier sind 8 Merksätze, die Ihnen helfen, sich als kompetenter Gesprächspartner profilieren zu können:
- Informieren Sie sich über neue Trends in Ihrem Geschäftsumfeld.
- Studieren Sie die Entwicklungen in Übersee und leiten Sie daraus ab, wie sich Ihr Unternehmen entwickeln könnte.
- Vergleichen Sie diese Annahmen mit der aktuellen Strategie des Unternehmens und versuchen Sie herauszufinden, wie der Verwaltungsrat oder andere Führungsgremien über solche Themen denken.
- Verstecken Sie sich nicht hinter Ihrer Meinung und versuchen Sie, mit dem Management gemeinsam diese neuen Modelle zu hinterfragen und dann die Überlegungen zu den technischen Risiken einzubringen.
- Denken Sie in Geschäftsprozessen und Cash Flows und versuchen Sie, denn Business Case nachzuvollziehen - durchaus denkbar, dass dies nicht immer gelingt!
- Versuchen Sie, die Geschäftsprozesse gemeinsam so zu gestalten, dass diese trotz revolutionärerer Neugestaltung (was wir alle hoffen) nicht zu einem grossen Risiko für das Unternehmen werden.
- Gehen Sie offen mit Ihren Informationen um und ermuntern Sie Ihre Projektpartner, dasselbe zu tun.
- Schaffen Sie Anreize, indem Sie positives Verhalten mit schneller Reaktion und aktiver Mitarbeit belohnen.
In diesem Sinne kann ich Ihnen nur empfehlen, sich einmal mit den strategischen Aspekten Ihres Geschäfts vertraut zumachen und mit Ihrem Management mal über die Chancen, aber auch die Risiken der neuen Wege, zu diskutieren. Sind Sie in der Lage diese Vorsätze in die Praxis umzusetzen, werden Sie auch bei Ihren Kunden als anerkannter Geschäftspartner akzeptiert und eröffnen sich damit auch neue berufliche Möglichkeiten. |
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